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Schlossruine Neideck

Schlossruine Neideck

Das Schloss Neideck liegt an der nordöstlichen Ecke der wunderschönen Altstadt von Arnstadt. Die romantische Ruine ist heute in den Park integriert und bildet zusammen mit dem Schlossmuseum und der noch genutzten Außenwelt ein einmaliges Ensemble.
Schloss Neideck war ursprünglich eine mittelalterliche Wasserburg, die später zu einem Renaissanceschloss umgebaut wurde. Noch heute ist das Grundstück von Westen her durch die Außenmauer zugänglich.
Neben dem fast 60 Meter hohen Schlossturm sind von der schönen Anlage zahlreiche Reste von vier geflügelten Renaissancegebäuden erhalten geblieben. Auch der Wassergraben ist noch deutlich sichtbar.
Schloss Neideck lädt mit seinen vielen Details, seiner liebevollen Rekonstruktion, der Altstadt von Arnstadt und der weitläufigen Parklandschaft zum Entdecken und Verweilen ein. Es ist einen Besuch wert.

Bau der Burg

In der nordöstlichen Ecke der Arnstädter Altstadt befindet sich die Ruine des ehemaligen Renaissance-Schlosses Neideck. Der weitläufige Komplex geht auf eine mittelalterliche Wasserburg zurück, die von den Äbten von Hersfeld errichtet wurde. Später wurde es zu einem Renaissance-Schloss umgebaut.

Heute wie damals betritt man die Burg Neideck von Westen her durch die Vorburg. Aus dem 16. bis 17. Jahrhundert sind hier drei Flügel des Schlosses erhalten geblieben, in denen sich heute das Landratsamt befindet. In der nordwestlichen Ecke des äußeren Burghofs ist noch der runde Wehrturm zu sehen, der die Anlage in dieser Richtung verband. Auch die Spuren des Grabens, der die Außenfläche vollständig umgab, sind noch deutlich sichtbar, vor allem auf der Nordseite.
Es wird angenommen, dass die mittelalterliche Burg weniger stark gebaut war und eine Verteidigungsmauer besaß. Wie heute war das Anwesen an der Ostseite, d.h. zur Hauptburg hin, offen, so dass ein eindringender Feind von der Hauptburg aus ungehindert beschossen werden konnte.
Auf der Ostseite führt die Brücke heute wie damals über einen Graben zum Standort der Hauptburg.

Der wichtigste Teil der Burg Neidek war die Hauptburg. Die mittelalterliche Anlage wurde vom 12. Jahrhundert bis 1565 zu einem prächtigen, vierflügeligen Renaissanceschloss ausgebaut. Damals war sie eine der prächtigsten in Thüringen.
Der Zugang zur Burg erfolgte, wie bereits erwähnt, über eine Zugbrücke von außen. Der Wassergraben, der die Anlage von allen Seiten schützte, ist heute vollständig verschwunden und trockengelegt. Sie ist jedoch in dem Gebiet noch deutlich zu sehen.
Den Mittelpunkt des Schlosses bildete ein prächtiger Innenhof mit mehr als 700 Quadratmetern Grundfläche. Von den vier malerischen Flügeln des Schlosses, die es umgaben, sind heute nur noch die Ruinen und Fundamente erhalten. Der Bereich des ehemaligen Nordflügels ist heute ein Modell des Renaissanceschlosses kurz vor seiner Zerstörung.
Ursprünglich war es ein unregelmäßiges Gebäude mit vier Flügeln und einem zentralen Innenhof. Die Fassaden sind charakteristisch für den Renaissance-Stil, und alle Gebäude hatten drei Stockwerke. An den Ecken des trapezförmigen Hofes befanden sich Treppentürme mit polygonalen oder runden Sockeln. Das ausgegrabene Fundament des nordöstlichen Treppenturms blieb erhalten und kann unweit des gebauten Modells bewundert werden. Der Treppenturm in der Südwestecke wurde für den Erhalt kompensiert.
Die Reste des Ostflügels des Schlosses sind größtenteils erhalten geblieben. So stößt man auch auf ein Kellergewölbe und zahlreiche Grundmauern von mehreren Gebäuden. Die prächtigen Ausmaße des Schlosses sind noch deutlich zu erkennen.

Wenn man sich von einer mittelalterlichen Burg in ein prächtiges Renaissanceschloss verwandelt, bleibt als einziges Gebäude der Bergfried übrig. Als ältestes Gebäude wurde er zu einem Schlossturm umgebaut und erhielt um 1701 den Namen Neideckturm. Der Bergfried war mit zwei polygonalen Obergeschossen und einer Renaissancehaube ausgestattet. Heute ist er 59,2 m hoch und bietet einen herrlichen Blick über die Stadt. Früher befand sich dort ein Turm, der in und um Arnstadt nach Feinden oder Bränden suchte.

Nach dem Umbau zu einem Renaissanceschloss im 16. Jahrhundert wurde der Schlossgarten östlich von Schloss Neideck außerhalb der Altstadt angelegt. Es war von einer Mauer umgeben, die im Osten ein Zugangstor erhielt. Dieses Zugangstor steht noch heute und wird Fischtor genannt. Das Torgebäude befindet sich an der Ecke zweier Straßen, Vollmarkt und Am Kreisamt.
Heute ist das Fischtor ein heimliches Wahrzeichen der Stadt und wird von den Arnstädtern geliebt. Er besteht aus zwei runden Türmen, die ursprünglich konische Hauben trugen. Dazwischen befindet sich ein Tor mit einem Rundbogen. Ein Fachwerkanbau mit Pultdach stammt aus dem 17. Jahrhundert. Mit dem Bau des Hofes zog ein Fischer ein und gab dem Tor seinen Namen. Er war für die Pflege der Fische im Schlossgraben und in den Fischteichen im Schlossgarten zuständig.

Heute lädt die Burg Neideck zu einem ausführlichen Besuch ein. Der mehrfach umgebaute und abgerissene Komplex wurde seit der Nachkriegszeit liebevoll restauriert und erstrahlt trotz seines schlechten Zustands in neuem Glanz. Mit Blick auf die Stadt vom Schlossturm und vielen Modellen von Wahrzeichen der Region lädt die Anlage zu einem Besuch ein. Das ist es wert!

Schlossruine Neideck im Verzeichnis

Bilder von:

Jörg Blobelt

Tilman2007

Michael Sander

Tom Scharlock

Tom Scharlock

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