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Schlossmuseum // Neues Palais

Schlossmuseum // Neues Palais

Das neue Palais befindet sich in Arnstadt im Ilm-Kreis in Thüringen und beherbergt heute das Schlossmuseum Arnstadt. Das Schlossmuseum verdankt seine aktuellen Kunstsammlungen der Initiative eines Fürsten und der Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Museumsgesellschaft.

Nach der Abdankung von Fürst Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt (1852-1925) am 25. November 1918 für das Gebiet Schwarzburg-Sondershausen – er regierte seit 1909, nach dem Aussterben der Linie Schwarzburg-Sondershausen, über das gesamte Gebiet Schwarzburg – fand am 22. November der Rückzug Monarchie statt. Im April wurde durch einen Beschluss des Landtages des Freistaates Schwarzburg-Sondershausen die „Stiftung Museum Arnstadt“ gegründet, um das neue Schloss Arnstadt als Museum der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Heute gehören sowohl die Sammlungen der Fürsten als auch die stadtgeschichtlichen Sammlungen zum Arnstädter Schlossmuseum. 1894 wurde der Arnstädter Museumsverein gegründet. Die schnell wachsende Sammlung wurde 1898 im Rathaus ausgestellt und zog 1919 in das neue Gebäude um.

Historisch

Saal des Neuen Schlosses in Arnstadt

Fürst Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1678-1740) errichtete 1729-1734 das Fürstliche Palais in Arnstadt als späteren Witwensitz für seine Gemahlin Elisabeth Albertine (1693-1774), geb. als Prinzessin von Anhalt-Bernburg. Die Grundsteinlegung war am 25. Mai 1729 in Abwesenheit des Fürstenpaares. Die festliche Einweihung des Schlosses war am 10. November 1734. Es diente als Doppelpalast in Form einer Dreiflügelanlage, um den Lebens- und Repräsentationsbedürfnissen des Herzogspaares gerecht zu werden. Der Fürst und seine Frau konnten hier ihre umfangreichen Kunstsammlungen unterbringen und ausstellen.

Das heutige Schlossmuseum im Neuen Palais zeigt in den restaurierten barocken Räumen der Südbeletage Möbel und Kunstschätze aus der ehemaligen Herzoglichen Sammlung. Fast 800 verschiedene Objekte, wie chinesisches und japanisches Porzellan, Steinschnitzereien, Fayencen und Meissener Porzellan, sind in einem fast originalgetreuen Porzellankabinett ausgestellt. Das Bilderkabinett zeigt Gemälde und Möbel (darunter zwei Kleiderschränke) aus der Sammlung der Herzöge. Der Pilaster Raum (auch als Kleiner Speisesaal bekannt) zeigt eine Auswahl an frühem Meissener Porzellan und Cooper-Keramik. Die weiteren zugänglichen Räume der Beletage vermitteln einen Eindruck von den fürstlichen Kunstsammlungen unter der Leitung von Fürst Günther I. und seiner Gemahlin Elisabeth Albertine: Flämische Wandteppiche aus dem 16. Jahrhundert (z.B. Affen bei einer Brotzeit im Wald), Dorotheenthal-Fayencen und barocke Zeremonialbecher. Der Ballsaal ist in seiner historistischen Fassung von 1881 zu sehen, mit drei barocken Kronleuchtern, die den Eindruck eines Saales vermitteln.

Im Erdgeschoss des Corps de Logis auf der Südseite können die Gäste die Puppenstadt „Mon plaisir“ besuchen – eine künstlerische und historische Kuriosität mit Puppen der Prinzessin Auguste Dorothea von Schwarzburg-Arnstadt (1666-1751), geborene Prinzessin von Braunschweig-Wolfenbautoburg.

Im 1. Stock des Dachgeschosses ist eine Dauerausstellung über Johann Sebastian Bach (1685-1750) zu finden. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht ein von Johann Sebastian Bach (1685-1750) gespieltes Orgelspiel.

Architektur

Das Neue Schloss in Arnstadt ist auf der Hauptseite der Ausstellung nach Osten ausgerichtet. Das Corps de logis hat 17 Fensterachsen und der Mittelrisalit wird durch den Eingang des Hochtores und den Altar mit seiner goldenen Brüstung betont. Ein dreieckiger Giebel krönt die Ostfassade. Es trägt die Wappen des Fürstenpaares – das Wappen von Schwarzburg-Sondershausen I. und Elisabeth Albertine b. Anhalt-Prinzessin von Bernburg. Der Süd- und der Nordflügel sind ebenfalls dreigeschossig und haben jeweils 7 (10) Fensterjoche. Die Fassaden sind vertikal durch rustizierte Pilaster gegliedert. Die horizontale Struktur besteht aus runden Gesimsen und einfachen, gebohrten Fensterrahmen. Im Mittelrisalit werden die Fenster durch einfache Dreiecks- und Rundgiebel hervorgehoben. Auf der Hofseite wird die Dreiflügelanlage im Westen von Stallungen und im Süden von einem Lustgarten begrenzt, der bis Anfang 1989 ein Wintergarten war.

Kurze und prägnante Zusammenfassung

Das Schlossmuseum ist ein Museum in Arnstadt, Thüringen, Deutschland. Es zeigt eine Puppensammlung, eine Sammlung über den Komponisten Johann Sebastian Bach und Kunstschätze, die den Bewohnern des Schlosses gehörten.

Das Museum wurde 1930 gegründet, als es noch unter dem Namen Neues Palais bekannt war. Ursprünglich bestand sie aus einer Puppensammlung mit dem Namen „Puppenstadt Mon Plaisir“, die auch heute noch einen zentralen Platz einnimmt. Diese Sammlung enthält 391 Figuren, die Teil von 82 Szenen sind. Es gibt Szenen von Apothekern, Handwerkern, Bettlern, Nonnen, Hofdamen, Monarchen und mehr, die zusammen einen Eindruck von drei Jahrhunderten des Lebens vermitteln.

Darüber hinaus gibt es einen Einblick in das Leben und Wirken von Bach und anderen Familienmitgliedern. Bach war von 1703-1707 in Arnstadt tätig und wurde dort zunächst zum Organisten ernannt. Auch andere Mitglieder der Familie spielten in Arnstadt. Ein historisches Stück im Museum ist eine Orgel aus dem Jahr 1703, die von Johann Friedrich Wender in der Neuen Kirche gebaut und von Bach gespielt wurde. Darüber hinaus hat das Museum Hörstationen eingerichtet, an denen Bachs Musik zu hören ist.

Das Schloss wurde zwischen 1729 und 1734 im Auftrag von Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen im Barockstil erbaut. Es diente dann als Winterschloss für seine Frau. Schon zu seinen Lebzeiten bewahrte das Schloss Kunstsammlungen. Auch diese sind noch im Besitz des Museums. Dazu gehören ein Spiegelschrank und eine Sammlung von chinesischem und japanischem Porzellan, die um 1700 erworben wurde.

Bilder aus Wikipedia von folgenden Fotografen:

Das Schlossmuseum im Verzeichnis

Tom Scharlock

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